Der Sommer bringt lange helle Tage, grüne Wälder und jede Menge Zeit draußen mit dem Hund. Aber Hund und Sommerhitze sind eine Kombination, die Aufmerksamkeit verlangt. Hitze kann Hunde schneller und härter treffen, als die meisten Halter denken, und es ist wichtig zu wissen, worauf du achten musst, wann ihr besser zu Hause bleibt und was du tun kannst, um deinen Hund kühl und sicher zu halten.
Wann wird die Hitze gefährlich für deinen Hund? Anzeichen von Überhitzung, die du kennen solltest
Hunde schwitzen nicht wie Menschen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur vor allem durch Hecheln, also schnelles Atmen mit offenem Maul, und das ist weit weniger effektiv als Schwitzen. Schon bei Temperaturen über 25 Grad können Hunde in Schwierigkeiten geraten, besonders wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist oder sie sich viel bewegen.
Überhitzung, auch Hitzschlag genannt, kann sich überraschend schnell entwickeln. Die ersten Anzeichen, auf die du reagieren solltest, sind:
- Starkes, angestrengtes Hecheln
- Teilnahmslosigkeit oder fehlende Reaktion
- Stärkerer Speichelfluss als normal
- Gerötetes oder blasses Zahnfleisch
- Unsicherer Gang oder Benommenheit
- Erbrechen
Kommt es so weit, bring deinen Hund sofort an einen kühlen Ort, gib ihm Wasser zu trinken und kühle ihn mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser. Eiskaltes Wasser kann die Blutgefäße verengen und den Zustand verschlimmern. Kontaktiere deinen Tierarzt, wenn sich der Zustand nicht rasch bessert.
Rassen mit flacher Gesichtsform, wie Französische Bulldoggen und Möpse, sind besonders gefährdet. Das Gleiche gilt für übergewichtige Hunde, ältere Hunde und Hunde mit dunklem Fell, da sie mehr Wärme von der Sonne aufnehmen.
Die besten Zeiten für Spaziergänge und Waldtouren im Sommer
Auf deinen Hund in der Sommerhitze aufzupassen ist vor allem eine Frage des Timings. Die einfache Faustregel: Vermeide die heißesten Stunden des Tages, meist etwa von 11 bis 16 Uhr, und lege die Spaziergänge stattdessen auf den Morgen oder Abend.
Ein früher Morgenspaziergang zwischen 7 und 9 Uhr ist ideal. Die Temperatur ist niedrig, der Asphalt hat sich über Nacht abgekühlt, und der Hund kann sich frei bewegen, ohne zu überhitzen. Ein Abendspaziergang nach 18–19 Uhr, wenn die Sonne untergeht, ist das andere gute Zeitfenster.
Achte auf Asphalt und Gehwegplatten. Ein einfacher Test: Halte deine Handfläche sieben Sekunden lang auf den Untergrund. Ist es dir unangenehm heiß, ist es zu heiß für die Pfoten deines Hundes. Überhitzte Pfoten können verbrennen und Blasen bilden, und das merkst du vielleicht erst, wenn der Hund nicht mehr weitergehen will.
Statt kurzer, intensiver Laufrunden sind ruhige Spaziergänge im Schatten im Sommer viel besser. Hundewälder mit gutem Baumbestand sind ideal, da der Waldboden deutlich kühler bleibt als offene Flächen.
Kühlung und Wasser: Praktische Tipps, um deinen Hund kühl zu halten
Wasser ist das wichtigste Hilfsmittel, wenn Hund und heißes Sommerwetter aufeinandertreffen. Sorge immer für ausreichend frisches Wasser und lass den Hund regelmäßig trinken, auch wenn er nicht durstig wirkt. Viele Hunde vergessen zu trinken, wenn sie mit Spielen oder Erkunden beschäftigt sind.
Hier sind ein paar konkrete Maßnahmen, die einen Unterschied machen:
- Nimm bei allen Touren über 20 Minuten einen faltbaren Wassernapf mit
- Friere am Vorabend eine Wasserflasche ein und packe sie in die Tasche, damit das Wasser kalt bleibt
- Überlege dir ein Kühlhalsband oder eine Kühlmatte für zu Hause
- Lass den Hund in einer flachen Wanne oder in natürlichen Bächen und Seen planschen, wenn sie sicher und sauber sind
- Gib deinem Hund Eis als Leckerli, zum Beispiel gefrorenes Gemüse oder selbstgemachte Eiswürfel mit Hühnchen
- Halte das Zuhause kühl, mit zugezogenen Vorhängen oder einem Ventilator
Lass deinen Hund niemals in einem geparkten Auto zurück, auch nicht für fünf Minuten. Die Temperatur im Auto kann in sehr kurzer Zeit lebensgefährliche Werte erreichen, selbst bei bewölktem Wetter.
Finde Schatten und frische Luft im Hundewald – so hilft dir die Hundeskoven-App
Auch wenn die Hitze es schwerer macht, überhaupt rauszugehen, ist ein guter Hundewald im Sommer tatsächlich einer der besten Orte für einen Ausflug mit deinem Hund. Hier findest du dichten Baumbestand, natürlichen Schatten, kühle Waldluft und oft Zugang zu Wasser in Form von Wasserstellen oder natürlichen Wasserquellen.
Um den richtigen Hundewald zu finden – mit Schatten, guter Ausstattung und leichtem Zugang – kannst du die Hundeskoven-App für iPhone nutzen. Du kannst nach Ausstattung filtern und genau sehen, ob ein bestimmter Hundewald eine Wasserstelle, Parkplätze und Mülleimer hat, bevor du losfährst. Das erspart dir eine unnötige Fahrt zu einem Ort, der an einem heißen Sommertag mit Hund nicht passt.
Du kannst Hundewälder im ganzen Land entdecken, zum Beispiel Hundewälder in Mitteljütland mit viel Baumbestand und natürlichen Wasserläufen, oder Hundewälder in der Hauptstadtregion, wenn du in der Nähe von Kopenhagen wohnst und eine grüne Oase mitten in der Stadt brauchst.
Gut auf deinen Hund in der Sommerhitze aufzupassen erfordert keine großen Opfer. Es geht darum, etwas bewusster zu planen, die richtige Ausrüstung dabeizuhaben und die richtigen Orte für den Spaziergang zu wählen. Mit den richtigen Vorkehrungen können Hund und Halter einen fantastischen dänischen Sommer gemeinsam genießen, morgens wie abends, im Wald wie am Strand.